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Privilegienfest Speyer im Dom
Was ist das Privilegienfest?
Nachdem Papst Gregor VII. Kaiser Heinrich IV. in Canossa vom Kirchenbann gelöst hatte, hat sich der Kaiser wegen seines Verhaltens im Investiturstreit erneut den Zorn des Papstes zugezogen. 1080 hat er Heinrich IV. erneut exkommuniziert.
Der Kaiser befand sich bei seinem Tod 1106 immer noch im Bann. Dies führte zu Schwierigkeiten bei seiner Beisetzung. Weder in Lüttich, wo man ihn in der St. Lambert Kathedrale zuerst bestattet hatte noch in Speyer konnte er seine endgültige Ruhe finden. So wurde sein Sarkophag in Speyer in der ungeweihten Afrakapelle abgestellt.
Heinrich V. hat im Jahre 1111 bei seinen Auseinandersetzungen mit Papst Paschalis II. erreicht, dass dieser den Bannfluch von seinem Vater nahm. Nun konnte Heinrich IV. endlich an der Seite seines Vaters im Speyerer Dom bestattet werden (14. August 1111).
Dies nahm Kaiser Heinrich V. zum Anlass der Stadt Speyer besondere Privilegien zu verleihen. Wichtigster Bestandteil war die Abschaffung des sog. „Buteils“, einer Art Erbschaftssteuer. Dies gewährte er „allen, welche jetzt in der Stadt Speyer wohnen, oder von nun an wohnen wollen“ unter der Bedingniß, „dass sie alle am Jahrestag unseres Vaters feierlich zur Vigil und Messe zusammenkommen und Kerzen in den Händen tragen und von jedem Haus ein Brot den Armen zum Almosen geben.“
Des weiteren verfügte der Kaiser, dass „dieser Freibrief in Erz gegossen mit goldenen Buchstaben gefasst.... über des Münsters Tor gesetzt wird, damit daraus unsere besondere Liebe zu ihnen ersehen werde.“ (Details HIER)
Sicher wurde dieses Gebot in Speyer über lange Zeit ernstgenommen. Es ist nicht bekannt seit wann dieser kaiserliche Auftrag nicht mehr beachtet wird.
Die Salier – Gesellschaft hat 1992 diese alte Tradition wieder aufleben lassen: Am ersten Samstag im August feiern wir das Privilegienfest. Bei einem stimmungsvollen Lichtergottesdienst in der Krypta des Domes wird der dort bestatteten Kaiser gedacht und deren Gräber mit Blumen geschmückt.
Das Gebot des Almosengebens erfüllen wir in der Weise, dass wir nach dem Gottesdienst zu einem Empfang in der Vorhalle des Domes einladen. Dabei bieten wir alkoholfreie Getränke, Wein und Brezeln an und bitten die Besucher um eine Spende. Die Spenden und der Erlös aus dem Kerzenverkauf fließen einem wohltätigen Zweck zu.
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Dom Speyer
Als Speyerer Dom wird der Kaiser- und Mariendom zu Speyer (offizielle Bezeichnung: Domkirche St. Maria und St. Stephan) bezeichnet. Er steht in der rheinland-pfälzischen Stadt Speyer und ist die Kathedralkirche der katholischen Diözese Speyer. Nach der Zerstörung der Abtei Cluny ist er die größte erhaltene romanische Kirche der Welt.[1] Seit 1981 steht er auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes, des Weiteren ist er ein geschütztes Kulturgut nach der Haager Konvention. Der salische König und spätere Kaiser Konrad II. ließ vermutlich 1025[2] den Bau mit dem Ziel beginnen, die größte Kirche des Abendlandes zu errichten. Eine Legende berichtet, Konrad habe in aller Frühe den Grundstein zum Kloster Limburg (bei B... Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Dom Speyer aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. |




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