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04.06.2011 - 05.06.2011
Pulverdampf und Donnerhall Histotainment Park Adventon
Eintritt: - unbekannt -

Welterbetag 2011

Der limes ist Weltkulturerbe, aber es reicht nicht, einer einzigen Epoche alle Aufmerksamkeit zu schenken. Antike, Mittelalter, Barock - Geschichte muß anfassbar, erlebbar sein. 1648. In Erwartung des Endes des 30-jährigen Krieges bricht er auch in Osterburken noch aus. Die Pest findet ihren Weg in die hintersten Täler und rafft die Menschen dahin. "Marienhöhe in Flammen" und "De Mariehee muss brenne" finden zwar erst 200 Jahre später ihre Rufer, dennoch soll 2011 das Jahr sein, in dem erstmals ein "neuzeitliches" Historienspektakel auf der Marienhöhe stattfinden soll: Die Landsknechte kommen. Und das aus aller Herren Länder. Zusammen mit den Living-History-Darstellern der Merchinger Landsknechte, dessen Gemarkung gleich hinter dem Holzzaun der Marienhöhe beginnt, haben die Histotainer in ganz Europa zu dem Fest "Pulverdampf & Donnerhall" eingeladen. Bis jetzt, rund ein Jahr vorher, haben bereits über 200 Darsteller ihr Kommen zugesagt.
Marienhöhe in Flammen
Landsknechte erobern die Römerstadt

Osterburken. Die Reformation setzt sich im Odenwald durch; Die Schäden der sozialen Unruhen des Bauernkrieges waren gerade beseitigt, der Augsburger Religionsfrieden von 1555 ließ eine kurze Spanne der Ruhe und der friedlichen Arbeit in die Weiten des Odenwaldes einziehen, da beginnt das Vernichtungswerk des 30-jährigen Krieges (1618 – 1648) und verheert das Land wie nie vorher und selten nachher.
Nach dem Westfälischen Frieden von 1648 war der Odenwald fast so menschenleer wie zu Anfang seiner Geschichte. Dem völligen Aussterben der Bevölkerung konnte nur noch die Ansiedlung von Menschen aus anderen Landstrichen entgegenwirken. „Marienhöhe in Flammen“oder einfach „1648“ will an die Zeit der Landsknechte und noch viel mehr an das Ende des 30 Jahre andauernden Krieges erinnern. Erstmals treffen sich Hundertschaften von Landsknechten der verschiedenen Lager auf der Marienhöhe im Museum für erlebbare Geschichte, präsentieren Lagerleben, Glanz und Elend des 17. Jahrhunderts.

Ein Komet soll das Unheil angekündigt haben, jedenfalls wenn man dem evangelischen Pfarrer Markus Freund glauben darf. Er sah 1618 den wie ein Pfauenauge am Himmel erscheinenden Schweif über Odenwald und Hohenlohe und man betete inbrünstig um die als Drohung empfundene Erscheinung abzuwenden. Angst machte sich über der gesamten Region breit. Der Auslöser des Krieges war weniger ein Komet oder eine Gottheit, als der sogenannte Prager Fenstersturz, bei dem "die Evangelischen" zwei königliche Statthalter kurzerhand aus dem Fenster warfen.1648 war jeder dritte Odenwälder Schweizer, viele Hugenotten aus Frankreich folgten.. Seit Menschengedenken war der Odenwald Auswandererland, Warteland, Zwischenstation. In der kleinen Phase nach dem großen Religionskrieg war das Gebiet Einwandererland. Fast ein Menschenalter dauerte es, bis verlassene Orte und verödete Höfe wieder besiedelt waren. Der Odenwald war immer eine arme Gegend, die vorwiegend Köhlern, Pottaschensiedern, Sodaherstellern und Harzbrennern ihr Auskommen sicherte. Landwirtschaft war schwierig auf den steinigen hügeligen mit aller Kraft dem Wald abgetrotzten Äckern und Weiden. In jenen notleidenden Zeiten galt Ein- wie Auswanderern der Wahlspruch „ubi bene ibi patria“ - “wo es gut ist, dort ist das Vaterland.”

Auszug aus der Geschichte des Odenwaldes im 30-jährigen Krieg:

• 1619 König Friedrich V zieht mit 500 Mann über MOS, Adelsheim, Osterburken Boxberg in die Oberpfalz
• 20. Oktober 1621: Das ligistische Osterburken wird von den mansfeldischen Truppen eingenommen! Dabei wurden unter anderem 24 Pferde geraubt ein paar tausend Gulden etc. und nahezu alles Vieh geplündert...
• 18. Mai 1622 bis 27. Juni 1622 ertrug O´burken 200 Mann, 165 Pferde plus Soldaten, Baggage etc. und musste sie unentgeltlich versorgen

• 1631 wurde Borke von Gustav Adolf erobert

...
• 1645 fand die einzige große Schlacht des Krieges in der Gegend bei Lauda statt

Ausblick:

Das Schlagwort, dass die Marienhöhe brennen soll, stammt nicht etwa aus 1648, sondern aus 1848. Am 6, März lässt sich der Schäfer Philipp Vogt, mit dem die Leiniger in den Vorjahren immer wieder Schwierigkeiten hatten dazu herab, zu zu geben, es in der Vergangeneheit des öfteren probiert zu haben, die Marienhöhe anzustecken. Es hätte aber nie geklappt. "Die Marienhöhe soll brennen" war der Schlachtruf der Revolutionäre. Am 8. März brannten rund 60 Männer den Hof mit allen Gebäuden, Akten und Vorräten nieder. Doch das ist eine andere Geschichte und soll ein anderes Mal erzählt werden.

Wer mehr wissen will zu 1648, hat hier einen leichten aber unspektakulären Einstieg: http://de.wikipedia.org/wiki/1648

Wer mehr wissen will zum Thema "Wie kann man mitmachen bei 1648 in Adventon, guckstu: www.landsknechthaufen-zu-merchingen.de

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