Japanisches Palais Parkanlage Dresden
von X-Weinzar (Eigenes Werk (Taken by myself)) [CC-BY-SA-2.5], via Wikimedia Commons
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Das Japanische Palais ist ein Bauwerk im Stadtteil Innere Neustadt in Dresden. Es liegt zwischen Palaisplatz und Neustädter Elbufer und ist heute eine Ausstellungsfläche für Museen.

Das Gebäude geht auf ein im Jahr 1715 von Rudolph Fäsch für Graf Jakob Heinrich Graf von Flemming gebautes Landhaus zurück. Man vermietete es an den holländischen Gesandten Craneborg, weshalb es zunächst auch als "Holländisches Palais" bezeichnet wurde. Bereits 1717 wechselte es jedoch in den Besitz von August dem Starken, der hier Porzellan- und Kunstsammlungen unterbrachte. In den Jahren von 1727 bis 1733 fanden erhebliche Umbaumaßnahmen nach Entwürfen des Architekten Matthäus Daniel Pöppelmann an dem Gebäude statt, das ursprüngliche Landhaus bildete den der Elbe zugewandten Flügel einer großen Vierflügelanlage in spätbarockem-klassizistischem Stil. In dieser Zeit erhielt das Dach auch seine fernöstliche Form, was dem Bau zu seinem heutigen Namen Japanisches Palais verhalf. Unterstrichen wird das durch Hermen und Figuren im asiatischen Stil an der Außenfassade und im Innenhof, sowie durch das von Johann Benjamin Thomae geschaffene Fries im Giebel der Hauptfassade. Dieses stellt die Porzellan produzierenden Nationen dar, die der Göttin Saxonia huldigen.

In den folgenden Jahrzehnten diente das Japanische Palais der Unterbringung von Kunst-, Antiken- und Münzsammlungen und wurde mehrfach umgebaut, unter anderem auch von Gottfried Semper. In den Jahren 1925 bis 1935 ereigneten sich erneute Umbaumaßnahmen, fortan beherbergte das Haus die Sächsische Landesbibliothek. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Japanische Palais erheblich beschädigt, die Rekonstruktionsmaßnahmen zogen sich von 1951 bis 1987 hin. In den 1980er Jahren wurde auch der zugehörige Palaisgarten rekonstruiert, der einen Blick auf die am anderen Elbufer gelegenen Brühlsche Terrasse und Neue Terrasse gewährt.

Seit 1953 dient das Gebäude dem Museum für Völkerkunde Dresden (zu den Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen) und dem Landesmuseum für Vorgeschichte Dresden (zum Landesamt für Archäologie Sachsen) zur Präsentation von Ausstellungen. Letzteres schloss im Januar 2009 seine letzte Ausstellung im Palais. Temporär finden seit jenem Jahr Ausstellungen des Museum für Mineralogie und Geologie Dresden (zu den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden) statt.


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