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Burg Flochberg
von User:BerndH (selbst fotografiert) [GFDL oder CC-BY-SA-3.0-2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons
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Die Burg Flochberg ist eine Ruine über dem Bopfinger Ortsteil Schloßberg im Ostalbkreis in Baden-Württemberg. Von der großen hochmittelalterlichen Gipfelburg sind heute nur noch größere Mauerreste erhalten.

Ein Reginhardus de Vlochperch wurde bereits 1138 und nochmals 1152 urkundlich genannt. Die Burg auf dem Schlossberg erscheint allerdings erst 1149/50 als „Castrum Regis“ (königliche Burg) in einem Brief König Konrads III. an die byzantinische Kaiserin Irene.

Im Hochmittelalter führten sowohl Dienstmannen als auch edelfreie Adelige den Beinamen von Flochberg. So nennt sich 1153 der Edelfreie Willingus nach der Burg, 1270 erscheint ein Marquard, 1293 die edelfreien Brüder Albert und Konrad von Flochberg.

1330 wurde das Lehen an die Grafen von Oettingen vergeben. König Ludwig erlaubte die Wiederbefestigung des „Burgstalles“ Flochberg, der bereits 1338 wieder bewohnt wurde. Diese Wiederbefestigung setzt natürlich eine vorangegangene Zerstörung der Veste voraus. Die Burg dürfte den Auseinandersetzungen um das Staufererbe zwischen Ludwig dem Bayern und Friedrich von Österreich zum Opfer gefallen sein.

Kaiser Karl IV. verpfändete Flochberg 1347 an die Grafen. Das Pfand wurde niemals vom Reich eingelöst, die Herrschaft war also faktisch vollständig im Besitz der Oettinger. Die Burg diente danach als Sitz der oettingischen Vögte. 1577 hielt sich Kaiser Karl V. während des Schmalkaldischen Krieges auf der Veste auf.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Flochberg durch kaiserliche Truppen besetzt und bei der anschließenden Eroberung durch die Schweden stark beschädigt. Diese Zerstörungen betrafen wohl vor allem die Kernburg, die Bergfriede und die Kapelle sollen jedoch weitgehend intakt geblieben sein.

1682 erneuerte man das Dach der Burgkapelle. 1722 gründeten die Grafen die Siedlung „Schloßberg“ am Fuß des Burgberges. Bereits 1689 war das Schlossgut in kleinere Parzellen aufgeteilt und veräußert worden. Die Siedler – meist „Hausierer und fahrendes Volk“ – beuteten die Burg als willkommenen Steinbruch aus. 1743 verkaufte man die Orgel der Kapelle, die wohl um diese Zeit abgebrochen wurde.

Das Jahr 1806 brachte den Übergang an Bayern, bereits 1810 gelangte Flochberg jedoch als Tauschobjekt an Württemberg und wurde in das Oberamt Neresheim integriert. 1938 kamen Ort und Burg zum Landkreis Aalen, der 1973 dem Ostalbkreis eingegliedert wurde.

Die rechteckige Kernburg (ca. 33 m × 70 m) war ehemals von drei „Vorhöfen“ umgeben und wurde im Nordwesten und Nordosten durch zwei annähernd quadratische „Bergfriede“ geschützt. Im Süden stehen noch Reste der Außenwand des Palas bis zu den Fensteröffnungen aufrecht, am Südosteck hat sich der Stumpf eines ovalen Geschützturmes erhalten.

Gegenüber auf der Westseite lag ein weiterer Wohnbau mit der Burgkapelle. Auch hier sind nur noch Teile der Außenmauern zu sehen. Nach einer Mauerlücke schließen sich nördlich die Ruine eines Gebäudes und der – teilweise erhaltene – nordwestliche Bergfried (7,6 m × 6,8 m) an. Der östliche Bergfried ist oberirdisch vollständig verschwunden. Die Mauerstärke seines Gegenstückes beträgt ungefähr 2 m.

Nördlich ist der Kernburg der dritte Vorhof vorgelagert. Die Umfassungsmauern sind teilweise erhalten.

Das ehemalige Haupttor lag im Westen unter der Kernburg und wurde von einem Eckturm flankiert. Der Burgweg zog sich von Westen im Zwinger um die Burg. Von diesen Außenbefestigungen zeugen nur noch Geländespuren und geringe Mauerreste.

Die Zwingermauer war durch zwei halbrund vorspringende Türme bewehrt. Die Nordseite der Burg wird von einem niedrigen Wall umlaufen.


Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Burg Flochberg aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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