Innenstadt Reutlingen
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Reutlingen, in einer offiziellen touristischen Eigenbezeichnung das „Tor zur Schwäbischen Alb“, ist die Kreisstadt und größte Stadt des Landkreises Reutlingen in zentraler Lage Baden-Württembergs. Die Stadt liegt im äußersten Nordwesten des Kreisgebietes. Die nächsten Großstädte sind Stuttgart (31 Kilometer nördlich) und Ulm (57 Kilometer südöstlich von Reutlingen).

Die ehemalige Freie Reichsstadt (bis 1802) und spätere württembergische Oberamts- beziehungsweise Kreisstadt überschritt 1989 die Grenze von 100.000 Einwohnern und wurde damit zur bislang jüngsten der insgesamt neun Großstädte Baden-Württembergs. Heute ist Reutlingen die neuntgrößte Stadt in Baden-Württemberg und, nach Stuttgart, Heilbronn und Ulm, die viertgrößte Stadt des Landesteils Württemberg.

Reutlingen ist mit einem kleinen Teil (17,5 %) seiner Gemarkung Teil des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

Die erste sesshafte Besiedlung auf dem Gebiet des heutigen Reutlingen wird um das 4./5. Jahrhundert nach Christus angenommen.

Um das Jahr 1030 begann Graf Egino mit dem Bau der Burg Achalm auf dem Gipfel des „Hausbergs“ von Reutlingen, der Achalm (706 m ü. NN.). Von dieser Burg, die im 15. Jahrhundert zerfiel und während des Dreißigjährigen Kriegs vollends geschleift wurde, existieren heute nur noch rudimentäre Fundamente. Ein 1838 wieder aufgebauter Bergfried bietet heute als Aussichtsturm auf dem Gelände der Ruine einen Rundblick über die Stadt und den Rand der Schwäbischen Alb und das Albvorland. Bei Altenburg besaß Graf Werner von Achalm eine weitere Burg, die Altenburg. Die abgegangene Burg wurde um 1070 abgerissen.

Der Name Reutlingens wurde zuerst im sogenannten Bempflinger Vertrag erwähnt, der auf das Jahr 1089/1090 datiert wird.

1180 erhielt Reutlingen das Marktrecht, zwischen 1220 und 1240 kam der Stadtstatus dazu. Wann genau Reutlingen den Status der Freien Reichsstadt des Heiligen Römischen Reiches (Deutscher Nation) erhielt, ist unklar. Die Entwicklung dazu ist eher als Prozess zu sehen, in dem der Stadt immer mehr Rechte vom Kaiser des Heiligen Römischen Reiches verliehen wurden, wodurch sie von den umliegenden Herrschaften, insbesondere der Grafen von Württemberg, unabhängiger wurde. Die militärisch befestigte Stadtmauer, die bis heute in Teilen erhalten ist, wurde errichtet. Im 13. Jahrhundert und darüber hinaus war Reutlingen für den Kaiser ein wichtiger Stützpunkt des Reiches gegen konkurrierende Adelshäuser. So hielten die Reutlinger den Staufern auch nach der Absetzung Friederichs II durch den Papst die Treue. Heinrich Raspe von Thüringen, zwischenzeitlich zum König ernannt, belagerte Reutlingen um den stauferischen Widerstand zu brechen. Wie es in Überlieferungen heißt wurde aus Dankbarkeit nach der überstandenen Belagerung 1247 mit dem Bau der Marienkirche begonnen, die 1343 fertiggestellt wurde. Sie soll der Länge des Sturmbockes der Belagerer entsprechen. Diese monumentale Kirche im gotischen Stil ist bis heute ein weithin sichtbares, prägendes Wahrzeichen der Stadt und eine ihrer bedeutendsten Sehenswürdigkeiten.

Nachdem die Reutlinger den Württembergern im Jahre 1372 „die Kuh entführet“ hatten, so geht aus einer alten Chronik hervor, griff der württembergische Graf Eberhard II. die Reichsstadt mit einer Horde aus Adligen und Söldnern an. Der Graf wurde bei der Schlacht vor der Stadt verletzt, drei seiner verbündeten Grafen sowie etliche andere Adlige kamen ums Leben. Die Reutlinger Bürger gingen siegreich aus der Schlacht hervor, obwohl es zu jener Zeit in ganz Württemberg keine so guten Kriegsleute vom Adel gab als die des Grafen. Der Städtekrieg, den Reutlingen zu dieser Zeit als Mitglied des Schwäbischen Städtebundes mitträgt, endet allerdings 1388 in der Schlacht bei Döffingen mit der Niederlage des Bundes und seiner Auflösung. Reutlingen muss im Friedensschluss 1389 die württembergische Vorherrschaft anerkennen.

Der Weinbau in Reutlingen und Pfullingen war früher ein bedeutender Wirtschaftszweig der bäuerlichen Bevölkerung, obwohl das Klima relativ rau ist. Die Reutlinger Winzer wurden früher Huser genannt. Heute gibt es nur noch wenig Weinbau in der Stadt selbst, viele der guten Lagen wurde zu Bauplätzen umgenutzt. Die noch bestockte Fläche zählt zur Lage Reutlinger Sommerhalde des Anbaugebietes Württemberg. Weinbaubereich ist der Obere Neckar.


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